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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 206 mal aufgerufen
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Thomas Heinold Offline




Beiträge: 68

08.01.2016 08:22
Migration: Differenzierung und Konsequenz sind notwendig antworten

Ich möchte mal zu einem heiklen Thema was loswerden - auch wenn es Lanzenkirchen gottseidank nicht in vollem Umfang betrifft.

Die 15 Flüchtlinge in Lanzenkirchen sind sichtlich bemüht, ein friedliches Leben gemeinsam mit den hier wohnhaften Lanzenkirchnerinnen und Lanzenkirchnern zu führen. Sie sind froh, der Kriegshölle entkommen zu sein, an eine Rückkehr in ihre alte Heimat kann wohl nur gedacht werden, wenn dort wieder stabile, sichere Verhältnisse herrschen. No na. Sie sind bei uns herzlich willkommen, auch eventuell später als Eingebürgerte. Ich würde vermuten, dass die meisten in Österreich ebenso denken.

Vorkommnisse wie in Köln jedoch machen es schwer, an eine Vision vom friedlichen Miteinander zu glauben. Politik und Polizei erwiesen sich als hilflos. Ein Treppenwitz: Man trifft Maßnahmen für das Soll-Verhalten der bedrohten Frauen, nicht gegen die Unruhestifter. Es entsteht so ein idealer Nährboden für Radikalisierung, sei es durch andere oder durch schiere Angst. So wie ich das sehe, werden wir neben der zunehmenden Bewaffnung der Privatpersonen (allein 11.900 registrierte Waffen in WN, Tendenz stark zunehmend) bald die ersten Bürgerwehren erleben, die sich zum Selbstschutz gründen. Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen, wir sind vielleicht schon auf dem Weg in eine gesetzesfreie Gesellschaft, die das Recht in die eigene Hand nimmt. Droht uns ein Bürgerkrieg, Einheimische gegen Migranten?

Gefährlich dabei ist, dass oft nicht zwischen friedlichen und aggressiven Gruppen unterschieden wird; denn hier liegt meines Erachtens die Lösung. Die weitaus größere Gruppe, integrationswillige und friedliche Menschen, soll bei uns im Sinne der Menschlichkeit Aufnahme finden. Ich vermisse jedoch die staatliche Konsequenz, wenn die zweite, viel kleinere Gruppe während des Asylverfahrens ihre Gewalttätigkeit offen auslebt. Als einfach denkender Mensch gibt es für mich nur einen Ansatz: Ruhig stellen und (bei allen "technischen" Problemen) umgehend dorthin abschieben, woher sie gekommen sind. Ich weiß schon, was Sie jetzt denken. Das sei nicht christlich, von wegen andere Wange und so. Aber irgendwann hat mein Verständnis ein Ende. Nun ist die Bundespolitik am Zug!

Und so bin ich in der Sache ein Zerrissener, hin und her gerissen zwischen dem Streben nach Menschlichkeit und dem Wunsch nach einer härteren Gangart. Wie sehen Sie das?

kurt2821 Offline



Beiträge: 24

08.01.2016 11:05
#2 RE: Migration: Differenzierung und Konsequenz sind notwendig antworten

Sg. Hr. Heinold
Werte Forumsmitglieder, die sich in weiterer Folge an der Diskussion beteiligen möchten!

Mir geht es fast ebenso.
Einerseits kann und darf gar nicht an so etwas wie eine Quote gedacht werden, wenn es um wirklich verfolgte und in ihrer Heimat an Leib und Leben bedrohte Menschen geht. Da muss es völlig egal sein ob ein Asylwerber der 11.412te oder der 168.427te ist!!!

Jedoch muss es natürlich auch im "Flüchtlingswesen allgemein" Regeln geben.
Eine gewisse Lenkung des Flüchtlingsstromes wird notwendig sein um unser Land (und auch andere willige EU-Länder) nicht zu überfordern und unser soziales Gefüge nicht ins Wanken zu bringen. Schlussendlich kostet das ja auch und wenn man z.B. in der Fussgängerzone in WN kein deutsches Wort mehr hört ist das bedenklich.

Dabei muss sich aber die Politik zuerst selbst bei der Nase nehmen:
Meiner Meinung nach geht es einfach nicht, dass bestehende Gesetze und Vereinbarungen - auch im Notfall - ausser Kraft gesetzt werden.
Wenn man innerhalb der EU Reisefreiheit will, dann muss man eben die Aussengrenzen lückenlos kontrollieren und alle registrieren.
Scheinbar weiss man ja bis heute nicht, wieviele durch die "Blockade Ungarns" im Sommer in unser Land gekommen sind, wieviele nur durchgereist sind und wo sich die eventuelle Differenz nun befindet.
So geht das in Zukunft sicher nicht!!!
Tut man das nicht, ist es kein Wunder wenn bald alles drunter und drüber geht!

...und wenn es bei den Flüchtlingen Gruppen gibt, die sich hier auf unsere Kosten nur ein besseres Leben gönnen möchten, so ist das aus ihrer Sicht zwar verständlich, jedoch für uns auf Dauer nicht leistbar und hat auch nichts mit Asylrecht und Menschenrechtskonvention zu tun!
...und wer sich nicht an unsere Gesetze hält, randalliert, einbricht oder sonstige Gewalt bei uns ausübt, der hat meiner Ansicht nach gar kein Recht, dass sie hier bleiben dürfen und auf unsere Kosten leben, ausgebildet werden usw. während wir selbst genug mit unseren eigenen Problemen am Arbeitsmarkt, im Sozialbereich, etc. haben!
Neben den Meinungen "ALLES RAUS" und "ALLE WILLKOMMEN" müsste es doch eine für alle gangbare Hausverstandslösung geben mit der beide Seiten leben können.
Ein wenig Toleranz unter Bedacht auf unsere Gesetze und Möglichkeiten dürfte hier nicht schaden!

Zu den registrierten Waffen:
Für "Privatpersonen" gehört meiner Meinung nach der Waffenbesitz sowieso viel mehr eingeschränkt.
Es passiert eh schon genug - auch ohne "Volksaufstand" und "Selbstjustiz"!!!

...und Schluss damit nur zu hetzen und alle Flüchtlinge als Kriminelle darzustellen.
Wir müssen mit einer klugen Politik als Österreich selbst dafür sorgen, dass die Sache mit dem Flüchtlingsstrom in geregelte Bahnen kommt und nicht nur alle anderen dafür verantwortlich machen.

Ein heisses Thema - ich weiss - aber man sieht ja schon unter uns Österreichern, welche Emotionen diese Thematik auslöst und wie es uns, bzw. selbst die gesamte EU entzweien kann.
Fingerspitzengefühl ist hier gefragt!!!!!

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