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Dieses Thema hat 1 Antworten
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Thomas Heinold Offline




Beiträge: 68

08.10.2013 20:27
Müssen wir uns künftig schämen? antworten

Na toll. SPÖ und FPÖ haben in der letzten Gemeinderatssitzung gegen die Stimmen der VP den Austritt einerseits aus der Region Bucklige Welt und andererseits aus dem Verein Erlebnisregion Thermengemeinden beschlossen. Dies vorbehaltlich der Ergebnisse einer Arbeitsgruppe, die im nächsten Halbjahr Kosten und Nutzen zu erheben hat. Die SPÖ-Teilnehmer dieser Gruppe können die Ergebnisse aber praktisch nach Belieben interpretieren. Die Signalwirkung ist jedenfalls fatal: der Marktgemeinde Lanzenkirchen wird ein erheblicher und nicht wieder gutzumachender Schaden zugefügt.

1. Lanzenkirchen ist seit vielen Jahren Mitglied in der Region Bucklige Welt, und bis dessen Auflösung 2012 auch des Tourismusverbandes. Es darf daran erinnert werden, dass diese Beitritte noch unter der Führung der SPÖ geschahen und auch bis zum Führungswechsel 2010 nie in Frage gestellt wurden. Wenngleich in dieser Zeit auch nur wenige monetäre Rückflüsse der Mitgliedsbeiträge erfolgten, so waren die Mitgliedschaften doch ein deutliches Zeichen, als Marktgemeinde zur positiven regionalen Entwicklung beitragen zu wollen und verschaffte Lanzenkirchen hohes Ansehen bei den teilnehmenden Gemeinden als zuverlässiger Partner. Ein Austritt würde den Ruf Lanzenkirchens in der Region Bucklige Welt nachhaltig beschädigen, außerdem profitieren einige Gewerbetreibende Lanzenkirchens durchaus direkt von der Mitgliedschaft.

2. Seit seiner Gründung wurde im Verein Erlebnisregion Thermengemeinden 2011, in dessen Vorstand sich die Bürgermeister aller teilnehmenden Gemeinden Lanzenkirchen, Pitten, Bad Erlach, Katzelsdorf und Walpersbach befinden, intensiv an der regionalen Entwicklung als Erlebnis- und Tourismusregion gearbeitet. Werbefolder, gemeinsame Sommerwanderungen, Fahrradveranstaltungen, Wanderkarten, eine Homepage u. v. m. sind bereits Ergebnisse dieser Bemühungen. Ein Austritt würde diese Arbeit zunichte machen und ebenfalls den Ruf Lanzenkirchens nachhaltig schädigen. Dies umso mehr, als Lanzenkirchen der Leitvision einer Sport- und Freizeitgemeinde folgt. Im Zuge des Vereinsbeitritts wurden die Fraktionen der SPÖ und FPÖ darauf hingewiesen, dass der Aufbau einer touristischen Region erstens für alle, insbesondere für die Gastronomie einen deutlichen Gewinn bedeutet, andererseits nach Erfahrungswerten anderer Regionen zumindest 10-12 Jahre für die Entwicklung zu veranschlagen wären.

All das wurde mutwillig ignoriert, denn der wahre Grund ist ein anderer: beleidigte Genossen nach Wahlwerbung von NR Hans Rädler in der letzten Ausgabe von "Zu Gast daheim". Haben die denn keine anderen Sorgen? Dennoch, um hinkünftig derartige Irritationen zu vermeiden, hat der Vorstand des Vereins in der letzten Sitzung ein generelles Verbot politischer Einschaltungen in der Zeitschrift beschlossen.

Aber deshalb den guten Ruf Lanzenkirchens auf's Spiel setzen? Investitionen in die Zukunft? Sind der SPÖ scheinbar unbekannt. Ein taktisches Geplänkel, das in erster Linie von einem zeugt: der Unfähigkeit, langfristige Entwicklungsmöglichkeiten über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus zu erkennen und zu nutzen. Kurzsichtig. Passt aber ins Bild.

Sehr Gescheid ( Gast )
Beiträge:

10.10.2013 16:07
#2 RE: Müssen wir uns künftig schämen? antworten

Sehr Gescheit geredet Herr Heinold!
Sie haben aber vergessen dass die "Region Bucklige Welt" und der "Verein Erlebnisregion Thermengemeinden" zu einer "Freunderlwirtschaft" der ÖVP verkommen ist!!

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